Bahnhof Rothe Erde

 

Züge fahren durch Rothe Erde bereits seit 1843. Damals wurde die Strecke Köln - Aachen fertigstellt.

 

Der Bahnhof Rothe Erde ist ein reines Relikt aus der Zeit der Industrialisierung. Zunächst wurde der Streckenabschnitt ausschließlich für den Güterverkehr zu den Steinkohlezechen im Nordkreis und Richtung Haaren genutzt. 1875 wurde der Personenverkehr aufgenommen und ein Bahnhofsgebäude gebaut.

 

Bereits seit 1886 zweigte die sogenannte Vennbahntrasse von Rothe Erde Richtung Brand und schließlich nach Monschau ab. Später erfolgte der Ausbau Richtung Belgien und Luxemburg. Jahrelang verlief hier der Transport der Aachener Kohle nach Luxemburg und in den Elsaß. Nicht zu vergessen sind die Truppentransporte im 1. und 2. Weltkrieg. 

Fast genau 100 Jahre später ist diese wichtige Bahnlinie Geschichte.

 

Trassenverlauf: Alt in Rot, Neu in Blau
Trassenverlauf: Alt in Rot, Neu in Blau

 

Die Haupt-Bahntrasse lag ursprünglich gut 100 Meter südlicher (Rot) als die heutige Trasse. 1891/2 wurde die Bahntrasse verlegt. Hauptgrund war der ebenerdige Verlauf im Bereich des heutigen Bahnhofs und Triererstraße.  Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens wurde die Strecke in die Höhe gelegt, um sie über die wichtige Verkehrsachse zu verlegen.

 

Die zweite Trasse führt auch heute noch nach Aachen Nord. Ehedem verlief diese Trasse aber weiter über Würselen nach Jülich. Damit war schon in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts Schluss. Heute stellt Talbot seine Züge über diesen Weg, auf die Gleise der Bahn.

 


Die Vennbahnstrecke wurde stillgelegt. Die Gleise sind ab Rothe Erde demontiert. Große Teile des Güterbereichs wurden stillgelegt. Die Ausbildungswerkstatt, die sich unter den Bahnhofsbögen befand, ist schon seit vielen Jahren geschlossen.

 


Der Bahnhof wurde 2012 grundlegend umgebaut. Vor allem der Personenbereich wurde modernisiert und mit einem Aufzug ausgestattet. Der alte Durchgang wurde geöffnet und ein zweiter Ausgang hinzugefügt.

 


Neueste Meldung vom November 2015:

 

Die Bereiche Eschweiler und Aachen-Rothe Erde sind Teil der Ausbaustrecke 4 (ABS 4) von Köln über Aachen bis zur deutsch-belgischen Grenze. Diese sollen nun im Rahmen des Ausbauabschnitts II für den internationalen Reise- und Güterverkehr an moderne Standards angepasst werden. Das Projekt befindet sich momentan im Planfeststellungsverfahren. Der Baubeginn ist in Abhängigkeit der Dauer des Verfahrens für 2018 geplant.

 

Arbeiten im Abschnitt Aachen-Rothe Erde

Im Ortsteil Eilendorf wird zwischen dem Haltepunkt Eilendorf und dem ehemaligen Güterbahnhof Aachen-Rothe Erde das dritte Gleis um ca. 1.700 Meter verlängert. Die Gleisverlängerung erfordert die Anpassung eines Kreuzungsbauwerks, der Oberleitung sowie der Leit- und Sicherungstechnik.


Schall- und Erschütterungsschutz


Im Abschnitt Aachen-Rothe Erde (Ortsteil Eilendorf) sind Schallschutzwände auf einer Länge von rund 1.000 Metern geplant. Des Weiteren kommt auf den zwei Fernbahngleisen bei einer Gesamtlänge von rund 1,6 Kilometern das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) zum Einsatz. Dabei werden die Schienen regelmäßig auf Schallabstrahlung durch Unebenheiten geprüft und bei Bedarf geschliffen. Dieses Verfahren reduziert den Lärm dauerhaft um drei Dezibel. Ergänzend besteht in Teilbereichen ein Anspruch auf passiven Schallschutz  (z. B. Schallschutzfenster). Zusätzlich zum Schallschutz sind im Abschnitt Aachen-Rothe Erde Vorkehrungen zum Erschütterungsschutz geplant. In einem Bereich von rund 200 Metern Länge ist der Einbau hochelastisch besohlter Schwellen vorgesehen.


(Deutsche Bahn)


 

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