Griechenland - Infos

Umfangreiche Informationen des Auswärtigen Amtes über Griechenland

Griechische Botschaft Berlin

 

 

 

 

 

GESCHICHTE:

 

Die Geschichte Griechenlands reicht ungefähr 4.000 Jahre zurück. Die Bewohner des Festlandes, die Hellenen, rüsteten umfangreiche See- und Militärexpeditionen aus und erforschten das Mittelmeer sowie das Schwarze Meer, den Atlantik und auf dem Festland das Kaukasusgebirge. Eine dieser Expeditionen, die Belagerung von Troja, wird in dem ersten großen europäischen Werk, Homers Ilias, beschrieben. Im gesamten Mittelmeerraum, in Kleinasien und an der nordafrikanischen Küste wurden infolge der Reisen zur Erschließung neuer Märkte zahlreiche griechische Siedlungen gegründet.

 

 

Athen
Athen
Klassische Kunst
Klassische Kunst

 

Während der klassischen Periode (5. Jh. v. Chr.) bestand Griechenland aus Stadtstaaten. Der größte davon war Athen, gefolgt von Sparta und Theben. Ein entschiedener Geist von Unabhängigkeit und Freiheitsliebe verhalf den Griechen zum Sieg über die Perser, etwa in Schlachten, die in die Geschichte der Zivilisation eingegangen sind: Marathon, Thermopylen, Salamis und Platäa.

 

In der zweiten Hälfte des 4. Jh. v. Chr. eroberten die Griechen, angeführt von Alexander dem Großen, den größten Teil der damals bekannten Welt und versuchten es, ihn zu hellenisieren.

146 v. Chr. fiel Griechenland an die Römer. 330 n. Chr. verlegte Kaiser Konstantin die Hauptstadt des Römischen Reiches nach Konstantinopel und begründete damit das Oströmische Reich, das westliche Historiker im 19. Jh. "Byzantinisches Reich" oder kurz "Byzanz" nannten. Byzanz überführte das sprachliche Erbe des antiken Griechenland in die geografischen Gebiete der neuen christlichen Zivilisation.

 

Das byzantinische Reich fiel 1453 an die Türken, und die Griechen blieben fast 400 Jahre lang unter dem ottomanischen Joch. Während dieser Zeit behielten sie ihre Sprache, ihre Religion und ihre nationale Identität.

 

Am 25. März 1821 erhoben sich die Griechen gegen die Türken und erkämpften sich bis 1928 ihre Unabhängigkeit. Da der neue Staat nur einen winzigen Teil des Landes umfasste, ging der Kampf um die Befreiung aller von Griechen bewohnten Gebiete weiter. 1864 gehörten die Ionischen Inseln wieder zu Griechenland, 1881 Teile dann von Epirus und Thessalien. Kreta, die Ostägäis und Makedonien kamen 1913 hinzu und West-Thrakien 1919. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch die Inselgruppe der Dodekanes an Griechenland zurückgegeben.

Die griechische Unabhängigkeit ist im Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830 dokumentiert. 

Während des Zweiten Weltkrieges besiegte Griechenland die Italiener, fiel aber trotz heftigen Widerstandes unter die Besatzung der deutschen Wehrmacht. Im Anschluß daran organisierte sich eine Art griechische Résistance. Der anschließende Bürgerkrieg verlangte Griechenland weitere Opfer ab. Seit dem Fall der Militärdiktatur (1967-1974) und der Abschaffung der Monarchie ist Griechenland eine parlamentarische Demokratie.

 

 

Militärputsch 1967
Militärputsch 1967

 

Griechenland wurde 1952 Mitglied der NATO und 1981 Mitglied der EG. 1992 ist Griechenland der WEU beigetreten. Griechenland ist ferner Mitglied der UN und des IWF, der OSZE, der OECD, des Europarates und anderer westlicher Institutionen. Die westeuropäische Orientierung des Landes wurde durch die Ratifizierung des Vertrages von Maastricht, mit 270 der 300 Stimmen, im griechischen Parlament bestätigt.

 

 

WIRTSCHAFT:

 

Die griechische Volkswirtschaft erlebt seit 2009 eine schwere Finanz- und Staatsschuldenkrise und ist von internationalen Geldgebern abhängig. Die nationale Währung ist seit 2001 der Euro. Etwa zwei Drittel der griechischen Exporte gehen in die EU. Die Importe aus der EU bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. 2010 verbuchte Griechenland rund 90 Mrd. Euro an Staatseinnahmen. Demgegenüber standen Staatsausgaben in Höhe von ca. 114 Mrd. Euro. Das Staatsdefizit belief sich auf über 24 Mrd. Euro beziehungsweise 10,5 % des BIP. Griechenland ist, gemessen an der Gesamtverschuldung im Verhältnis zum BIP, das am höchsten verschuldete Mitgliedsland der EU.

 

 

Arbeitslosenentwicklung Griechenland
Arbeitslosenentwicklung Griechenland

 

Der Anteil in der griechischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze lag 2010 bei 27,6%, 2011 bei 27,7%, 2012 bei 31% und 2013 bei 34,6%. Die Mindestlöhne fielen zwischen 2010 und 2014 um 26%, Durchschnittslöhne um 38% und Renten um 45%. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen sank in diesem Zeitraum um 30%. Gleichzeitig fiel das Bruttoinlandsprodukt um 25%.

 

Lag die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2010 noch bei 30%, stieg diese bis 2014 auf satte 55% an. 1 Million arbeitsfähige Griechen verloren in diesem Zeitraum ihren Arbeitsplatz, die Arbeitslosenrate kletterte auf 25,7%.

 

Diese dramatischen Entwicklungen haben natürlich auch soziale Auswirkungen: So schoss die Zahl der Selbstmorde im Land seit 2010 um 35% in die Höhe. Die Anzahl diagnostizierter Depressionen erhöhte sich um 270%. Und fast ein Viertel der griechischen Bevölkerung, 2,5 Millionen Menschen, hat keine Krankenversicherung mehr, eine Erhöhung um 500% seit 2010.

 

(Text aus Griechisches Referendum 2015)

 


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Nea Roda Chalkidiki
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Akropolis in Athen
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