Kanarische Insel - Islas Canarias

 

 

Die sieben Kanarischen Inseln haben jeweils ihren eigenen Charakter. Vom Strandparadies mit endlos weiten Sandstränden bis hin zur wildromantischen Berglandschaft reicht das Landschaftsspektrum. Neben Spaniens höchstem Berg, dem Pico del Teide, zählen der Nationalpark Timanfaya, der Caldera de Taburiente und die Dünen von Maspalomas zu den landschaftlichen Höhepunkten des Archipels. 

 

Ganz schön weit weg von Spanien sind die Kanarischen Inseln: Bis zu 1.500 km liegt die Entfernung zwischen Festland und den Inseln. Deshalb fühlen sich die Insulaner auch oft als Kanaren statt als Spanier. Aber - die Vorteile, die lässt man sich gerne gefallen. Flugreisen zum Festland und innerhalb der Inselwelt sind günstiger, es gibt eine Wirtschaftssonderzone und auf viele Nahrungsmittel fallen keine oder kaum Mehrwertsteuern an.

 

Die Inseln werden die Inseln des ewigen Frühlings genannt. Und das sind sie auch. Fast ganzjährig gibt es ein mildes Klima. Das hängt unter anderem mit den Passatwinden zusammen. Die Entfernung zu Afrika beträgt von Fuerteventura etwa 100 km.

 

Stolzer Guanchenkönig © Dieter Jansen
Stolzer Guanchenkönig

 

Die Besiedlung der Inseln reicht weit zurück. Nachweislich lebten, aus Afrika kommend, Menschen auf den Inseln. Diese wurden durch die Spanier Guanchen genannt. Sie lebten steinzeitlich in Stämmen die Jagten, Sammelten und Fischten. Ihre Anzahl war recht gering. Es gab zwei Königreiche 

 

Eroberung von La Palma (1492) Wandmalerei im ehemaligen Pueblo Parque bei Los Llanos de Aridane auf La Palma
Eroberung von La Palma (1492) Wandmalerei im ehemaligen Pueblo Parque bei Los Llanos de Aridane auf La Palma

 

Erst mit der Eroberung der Inseln durch den Normannen Jean de Béthencourt zu Beginn des 15. Jahrhunderts beginnt die belegbare Geschichte der Kanaren. 1402 setzte Béthencourt das erste Mal seinen Fuß auf Lanzarote, die endgültige Eroberung dauerte fast einhundert Jahre, bis Alonso Fernández de Lugo 1496 als letzte Insel auch Teneriffa erobert. Die Eroberung bedeutete das Ende der steinzeitlichen Kultur der Altkanarier (Guanchen). Viel übrig geblieben ist von ihnen nicht, Spuren finden sich allerdings noch in einige Stadtnamen, die an die Ureinwohner erinnern. Mit Hilfe der modernen Gentechnik konnte vor einigen Jahren aus nachgewiesen werden, dass noch etwa 40 Prozent der heutigen einheimischen Bevölkerung mit der Urbevölkerung verwandt ist.

 

Die neuen spanischen Siedler konnten dank des Überflusses an Wasser eine große Vielfalt an Pflanzen anbauen. Die Einwanderung war allerdings gering. In Teneriffa und auf Gran Canaria wanderten zusammen rund 300 Familien ein. Noch im 16. Jahrhundert lebten nur rund 10.000 Menschen auf Teneriffa.

 

Es wurde eines der fruchtbarsten Landabschnitte Spaniens. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts stiegt die Bevölkerungszahl auf gut 40.00 Menschen an - davon zahlreiche Sklaven. Selbst Rohrzucker wurde zu dieser Zeit angebaut. Als der südamerikanische Rohrzucker die Weltproduktion beherrschte wurde versucht Wein anzubauen. Malvisia und Canary Sack wurde berühmt. Shakespeare beschrieb ihn. In diese Zeit fällt der Bau vieler Klöster. 

 

Die Wirtschaftskrise im 18. Jahrhundert hatte für die Insel und dem Ort Folgen. Viele Menschen übersiedelten nach Südamerika und nach USA. Weitverbreitete Armut der Normalbevölkerung und Vulkanausbrüche förderten diese Entwicklung. Adel und Beamte lebten auf Kosten der sehr armen Landbevölkerung die den Zehnten abgab. Darüber hinaus nahmen die Kirchenfürsten auch hohe Steuern.

 

Der Anbau von Kakteen zur Züchtung der Koschenillelaus im 19. Jahrhundert brachte den wohlhabenden Familien kurzfristig wieder großen Wohlstand. Mit Hilfe dieser Laus wurde die Farbe Purpur hergestellt. Als die chemische Industrie 1871 den Farbstoff künstlich produzieren konnte hörte auch dieser Wirtschaftszweig auf zu existieren.  

 

Ein anderer Teil der Wohlhabenden ließ Bananen anbauen. Dies hat sich bis heute fortgesetzt.  Diese Bananen sind heute noch süßer als die südamerikanischen Brüder aber auch kleiner. 

 

Flagge
Flagge

 

Die Inselgruppe der Kanaren ist eine der 17 autonomen Regionen Spaniens.

 

Die autonome Region der Kanaren umfasst die Inselgruppe der Kanarischen Inseln.

 

Sie ist in zwei Provinzen aufgeteilt:

  • Santa Cruz de Teneriffa (Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro) und
  • Las Palmas de Gran Canaria (Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura)

Hauptstadt ist abwechselnd Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria. Parlamentssitz ist Santa Cruz. Der Regierungssitz wechselt pro Legislaturperiode.

 

Die ca. 2,1 Mio. Einwohner leben auf etwa 7.500 qkm.

 

Flagge Provinz Teneriffa
Flagge Provinz Teneriffa
Flagge Las Palmas
Flagge Las Palmas

 Regierung Kanarische Inseln

 Parlament Kanarische Inseln

 

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