Gofio

  

"Gofio" ist der Name, den die Guanchen geröstetem und dann in kleinen Steinmühlen gemahlenem Korn gaben. Die Mischung besteht traditionell aus Gerste, Weizen und Mais. Gofio war einst die eiserne Ration, die jede Familie im Haus bereithielt, um bei Belagerungen, Missernten und Hungersnöten zumindest vom Verhungern verschont zu bleiben. 

 

Bis heute ist Gofio eines der Grundnahrungsmittel der kanarischen Bevölkerung. Im Gegensatz zu Mehl muß Gofio vor dem Verzehr weder gekocht noch gebacken werden, man kann ihn also pur oder mit anderen Zutaten kombiniert genießen. Lange Zeit galt Gofio als Armeleuteessen, doch sein Image hat sich inzwischen gewandelt.

 

Gofio wurde im Zuge der Ökowelle wieder entdeckt, denn er enthält außer dem zugesetzten Meersalz keinerlei Konservierungs- und Farbstoffe, ist reich an Vitaminen, Proteinen und Mineralien und zudem noch leicht bekömmlich. Gerade die jungen kanarischen Köche experimentieren heute viel mit Gofio, und ihre fantasievollen Kreationen zieren die Speisekarten ihrer Restaurants. 

 

 

Seine traditionelle Herstellungsverfahren hat sich von Generation zu Generation erhalten. Dies hat es möglich gemacht, dass dieses Produkt, neben der Bananen, über die Inseln hinaus bekannt ist.

 

Im vergangenen Jahrhundert verbreitet kanarischen Emigranten die Verarbeitung und den Verbrauch von Gofio, über die Kanarischen Inseln hinaus, so dass heute auch in Venezuela und Uruguay verbraucht wird.

 

Um den Gofio zu malen, wurden die Körner zunächst von Hand in Steinmühlen gemahlen. Später erfolgte dieser Vorgang mit Wasser-  oder Windmühlen. Heute werden elektrische Mühlen genutzt, die zudem schonender malen.

 

Bericht des DEUTSCHLANDFUNK über das Rösten von Gofio in La Orotava

Kinderlied über Gofio

 

 

 

 

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